Südostasien 2025

Meine Reise nach Südostasien in 2025, von Münster über München nach Singapur, dann weiter nach Borneo, Malaysia zur Borne-GO Reise (Gruppe 2) mit Forrest Valkai, und danach zum Abschluß nach Bangkok, Thailand, bevor es via Zürich und München zurück nach Münster geht.

  • Es geht los !! 😊

    Schon seit Monaten freue ich mich auf Borne-GO!! , die Reise mit Forrest Valkai nach Borneo. Und heute geht es endlich los. Ich fliege zunächst über München nach Singapur, wo ich ein paar Tage bleiben werde. Dank meiner gesammelten Lufthansa Meilen fliege ich Business Class, was heißt, dass es leckeres Essen an Bord gibt und ich es mir liegend bequem machen kann. entspanntes Schlafen funktioniert aber klassenunabhängig nicht wirklich für mich, dafür ist es auch mit Ohrstöpseln und Augenmaske zu unruhig. Und natürlich auch etwas aufregend durch die Vorfreude.


    Als Vorspiel zu meiner Reise habe ich mich für Singapur entschieden, weil es im Südostasiatischen Raum einfach ein sehr zentraler Knotenpunkt ist, von dem aus man sehr gut weiterfliegen kann. Und natürlich weil ich die Stadt selber spannend finde in ihren unterschiedlich kulturell geprägten Stadtteilen. Hier kann man an einem Ort chinesische Kultur erleben, und eine Metro-Haltestelle weiter meint man, sich in Indien zu befinden. Oder in einem arabischen Land. Mit Moschee. Ich habe mich vorher schon schlau gemacht, dass man im asiatischen Raum gerne GRAB als Taxidienst benutzt. Lufthansa hat davon aber abgeraten:

    Fand ich etwas ungewöhnlich, aber es wird dafür sicherlich Gründe geben…

    Nach der Ankunft suche ich ein Hawker Center auf, um mir etwas zu essen zu holen. Diese Hawker Center vereinen viele kleine Essensverkäufer mit einem geteilten Sitzbereich, wo man schnell etwas zu essen bekommt und viel Auswahl hat, da so viele Stände direkt nebeneinander sind. Diese Kultur ist dort einzigartig und ist daraus entstanden, dass es zuvor sehr viele Straßenverkäufer mit typischerweise fragwürdiger Hygiene gab, da diese nicht frisch kochen konnten und auch kein fließend Wasser hatten.

  • Singapurs Köstlichkeiten

    Da ich nur wenige Tage in Singapur bin habe ich eine Food Tour gebucht, um mich durch die Küche führen zu lassen. Singapur hat durch historische Verteilung der Einwanderer auf unterschiedliche Stadtteile bis heute sichtbare Unterschiede zwischen ihnen, die sich auch stark in den jeweils angebotenen Speisen zeigt. Meine Gruppe besteht aus netten Leuten und wir haben einen Guide der das Präsentieren der Gerichte mit Fakten über Singapur kombiniert.

    Dieser Künstler hat überall in der Stadt Street Art inspiriert durch seine Kindheit hinterlassen

    Anschließend besuche ich den Zoo, nachdem ich vorher geprüft hatte, daß es dort Flughunde gibt 🦇🥰 Natürlich hingen sie nur schläfrig rum, aber so ist das eben bei diesen wundervollen nachtaktiven Wesen…

    Auch ansonsten war der Zoo recht schön und schien den tieren zumindest schon mal deutlich mehr Platz zu bieten als der in Taiwan, der in der Hinsicht echt ein Trauerspiel war.

    Auch landschaftlich ist der Zoo sehr schön gestaltet.

    Am Abend sehe ich ein Plakat, das für Kredite wirbt, und der Zinssatz hat mich echt vom Hocker gehauen… das ist tatsächlich der Zinssatz pro Monat!

  • Noch mehr Köstlichkeiten

    Auch heute habe ich wieder eine Food Tour mit eingestreuten Informationen zur Kultur, allerdings mit einem höheren Anteil an indischen Einflüssen. Wir haben einen sehr sympathischen Guide und auch wieder eine feine kleine Gruppe an Teilnehmenden.

    Wir begehen einen Markt, an dem gefühlt so alles zu kriegen ist, was wahrscheinlich daran liegt, daß Singapur durch den riesigen Hafen so gut vernetzt ist, und weiterhin die Einwanderer aus allen Ecken der Welt für genügend Nachfrage nach… allem… sorgen. Der Bereich mit den Durian ist auf 10m zu erschnüffeln.

    Fast alles, was wir serviert bekommen, ist sehr lecker und reichhaltig. Unser guide ordert bewusst mehr, als wir jemals essen könnten, denn das überschüssige Essen wird noch vor Ort an Bedürftige gespendet. Dazu gibt es entsprechende Helfer direkt in den Hawker Centers, die von den Guides besucht werden, die die Spenden direkt annehmen und verteilen. Finde ich gut!

    Dieses Street Art Bild handelt davon, dass das „Hawker Center“ Konzept zum Weltkulturerbe erhoben wurde.

    Wir besuchen an dem Tag auch ein paar Tempel. Auch sehen wir die Straße der Toten, in die sich damals die Menschen zum Sterben zurückzogen – direkt umgeben von Geschäften für Särge, Grabbeigaben, und was man sonst so braucht. Da hier meistens die Armen zum Sterben hinkamen, gab es praktisch keinerlei medizinische Versorgung.

    In Little India besuchen wir das große Kaufhaus, auf dem eine ganze, riesige Etage indischen Kleidern in allen Varianten vorbehalten sind. Es müssen zigtausende sein…! Direkt vor Ort sind auch Änderungsschneidereien, denn die Kleider werden alle in Einheitsgröße importiert und vor Ort angepasst – angeblich in weniger als einer Stunde…

    Nach der Food Tour lande ich in einer modernen Mall und staune: Es führt ein Fahrradweg 🚲 mitten durch die Mall!! 😯

  • Little India

    Heute sehe ich mir vorwiegend Little India an. Der Markt ist sehr beeindruckend mit all seinen Farben und Gerüchen. Aber unerwarteterweise gibt es dort auch einiges an Street Art zu bestaunen.

    Dann sehen wir uns eine große Tempelanlage an. Für jede Art Wunsch die man haben könnte gibt es offenbar die passende Gottheit, die man dazu anbeten kann. Unser Guide gibt uns so was wie Räucherstäbchen, die wir für einen Segen anzünden und an einer dafür vorgesehenen Stelle einsetzen. Dort sind schon so viele, dass dicke, stinkende Rauchschwaden aufsteigen.
    Ich bin fasziniert davon, wie farbenfroh das alles ist.

    blabla

    Und hier noch ein paar Street art Impressionen. Am Ende des Tages probieren wir etwas Durian, und diesmal gelingt es mir nicht, denn in dem Moment sieht es für mich wie rohes Huhn aus, und mit diesem Bild im Kopf ging es einfach nicht, auch wenn ich zuvor schon problemlos Durian gegessen hatte.
    Anschließend bekommen wir noch ein paar typische Desserts, eins davon ebenfalls mit Durian, und da geht es. Wird aber nicht mein Favorit. Interessant fand ich auch, dass dort per Gesetz eine Obergrenze für den Zuckergehalt von Getränken festgelegt wurde, und die Cola dort nicht so viel anders schmeckt als hier. aber eben nur halb so viel Kalorien hat – ohne zusätzliche Süßstoffe. Warum können wir das hier nicht auch haben?

  • Florales Singapur

    Ich sehe mir den Cloud Forest und den Flower Dome an, zwei riesige mit Glas überdachte Gartenanlagen mit toll gestalteten Gärten. Der Cloud Forest befindest sich im Umbau zu einer Dino-Themenwelt und ist kurz vor der Eröffnung, wir können also schon viel dazu sehen, auch wenn noch alles ausgeschaltet ist. Später soll vieles davon in Bewegung sein. Animatronics eben.

    Anschließend geht es dann zum Flower Dome, der mehrere Klimazonen nachbildet. Weniger mein Fall als der Cloud Forest, aber auf seine eigene Art definitiv schön gemacht!

  • Anreise nach Borneo

    Leider konnte ich das nicht sehen, weil es nachts ausgeschaltet ist und ich einen frühen Flug hatte

    Da es ein früher Flug von Singapur nach Kuala Lumpur ist, habe ich die Nacht mit Packen zugebracht und bin früh zum Flughafen. Das Einchecken verlief problemlos und so konnte ich noch etwas in einer Lounge verbringen. In Kuala Lumpur habe ich mich dann mit James aus der Gruppe getroffen, und wir sind im selben Flieger nach Sandakan weiter geflogen. Er tat sich etwas schwer mit meinem deutschen Akzent, ansonsten haben wir uns gut verstanden.

    Ich bin gefragt worden, ob Deutschland Teil des Vereinigten Königreichs ist. Sag mir, dass Du Amerikaner bist, ohne mir zu sagen, dass Du Amerikaner bist 🙃

    Beim Weiterflug waren noch weitere Mitglieder der Gruppe dabei, das wussten wir da aber noch nicht. Wir sind dann zu unserem Hotel für die erste Nacht gefahren. Ein schön großes Zimmer und ein großer Pool, den wir nach kurzem Frischmachen eingeweiht haben.

    Der Pool an unserem ersten Hotel, mit Whirlpool und Wasserrutsche


    Den Pool würden wir die nächsten Tage noch sehr vermissen, sagt Forrest als wir ihn treffen. Noch ahnen wir nicht, wie sehr wir ihn vermissen würden. Bei einem kurzen Shoppingtrip mit Forrest und seiner Frau lernen wir, dass es beim Betreten von geschlossenen Räumen hier nicht unüblich ist, dass man gebeten wird, die Schuhe auszuziehen.


  • Borne-GO Welcome Dinner

    Da wir heute das Hotel wechseln, müssen wir auschecken, deshalb stehe ich früh auf, um vorher noch den Pool genießen zu können. Ein Waran leistet mir Gesellschaft. Die kommen mehrmals am Tag, drehen eine Runde zur Abkühlung, und verschwinden dann wieder.
    Ich find’s spannend und beäuge ihn neugierig, während er teils nur zwei Meter entfernt von mir schwimmt.

    Später werden wir, die wir einen Tag vorher angereist sind, nach Sepilok gebracht, wo wir für drei Nächte bleiben. Ich habe ein schönes großes Zimmer und ein riesiges Bad. Und schön klimatisiert ist es. Wichtig, denn wir haben Temperaturen um die 32-34°C! Nachdem wir uns eingerichtet haben, haben wir etwas Freizeit, bis wir uns mit Forrest und Eryanto treffen, die uns erzählen, was uns in den nächsten Tagen erwartet. Und hier treffen wir auch das erste Mal auf die anderen Teilnehmer.

    Anschließend gibt es unser Erstes Abendmahl – dabei können wir uns weiter beschnuppern. Wie ich es bei dem Mix von Leuten, die ein Forrest Valkai für so eine Reise anzieht, nicht anders erwartet habe, scheinen alle voll nett zu sein 😊 Diese Erwartungshaltung war natürlich ein entscheidendes Kriterium dafür, die Reise zu buchen. Ein wenig in Sorge war ich natürlich vorher gewesen bzgl. der rechtlichen Lage in Malaysia💀🏳️‍🌈. Dass ich mich dann doch dafür entschieden habe, war, dass die Scharia dort „nur“ auf Muslime angewandt wird, Borneo schon etwas touristischer ist, und ich ja die meiste Zeit über bei der Gruppe bleiben würde.
    Dabei erkenne ich natürlich an, dass die Lage für muslimische Einheimische Betroffene prekär ist.
    Letztendlich fühlte ich mich aber wohl und die Kontakte mit Einheimischen, die ich dort außerhalb der Gruppe hatte, waren positiv. Ich empfand die gesamte Zeit dort wesentlich angenehmer, als es zum Vergleich die Erfahrung am Flughafen Istanbul und insbesondere am Gate und im Flugzeug nach Düsseldorf zwei Jahre zuvor war, wo eine unerwartet hohe Aggression in der Luft lag und ich mich echt unsicher fühlte.


    War ok (kein Wunder)
    💀LGBT rights: Malaysia women caned for attempting to have lesbian sex
    🏳️‍🌈LGBTQ rights in Malaysia (Wikipedia)
    Freedom of religion in Malaysia (Wikipedia)

  • Eine Nase für den Regenwald

    Unser Tag beginnt noch vor dem Frühstück mit einem Morgenspaziergang im Regenwald Entdeckungs-Zentrum. Dort wurden künstliche Höhen-Wanderwege im Stile alter Eisenbahnbrücken durch den Regenwald gebaut, sodaß Touristen dort einerseits die Natur genießen können, ohne sie zu sehr zu stören. Und natürlich auch, um eine Aussicht zu genießen, wie man sie auf dem Boden einfach nicht hätte.

    Meine Kamera beschlägt vor Freude, kaum dass wir loslegen. Die Aufnahmen der ersten halben Stunde sind daher…. problematisch. Die Linse abzuwischen reicht nicht mal lange genug, um die Kamera anzuheben, ein Objekt anzuvisieren und direkt abzudrücken. Aber irgendwann legt es sich. Und hier sei mal angemerkt, dass die Reise auch mal wieder gezeigt hat, wie gering meine Überlebenschancen hier ohne Technik wären. Wo unser Guide und einige andere Teilnehmer in kürzester Zeit alle möglichen Tiere entdecken, schaue ich nur auf grünes Laub, selbst wenn ich schon gesehen habe, wo alle hingucken. Aber irgendwann entdecke ich dann eben doch noch was…

    Nach dem Morgenspaziergang geht es zum Frühstück und dann geht es zum „Labuk Bay Proboscis Monkey Sanctuary“, einem privaten Schutzgebiet für Nasenaffen. Und ja, mit der Nase kann ich die kaum ansehen und ernst nehmen, sie sehen irgendwie lustig aus. Aber es beeindruckt mich auch, sie später mit den jüngeren baden zu sehen, und ich finde, man kann ihnen dabei das Spass-haben und Spielerische klar ansehen.

    Neben Nasenaffen sehen wir dort auch den Silbernen Haubenlangur, ein Bananenhörnchen und einen Schlammspringer.

    Hier machen wir auch ein Gruppenfoto.

    Am Abend sind wir wieder im Regenwald Entdeckungs-Zentrum, diesmal zu einem Nachtspaziergang. Hier sehen wir Tausendfüßer(Platyrhacidae), die geringfügig größer sind als die, die wir daheim so zu sehen bekommen. Skorpione und riesige Spinnen gehören ebenso zum Nachtleben wie ein Riesengleithörnchen (Taguan). Der Sunda-Plumplori, den wir zu sehen bekommen, ist die einzige giftige Primatenart. Das Gift kann auch für Menschen lebensgefährlich sein, zum Glück sind sie aber eher gemächlich unterwegs. Eine kleine Fledermaus finden wir an einem Zweig, die sich vor Räubern schützt, indem sie sich wie ein Blatt im Wind verhält.😍
    Natürlich arbeite ich dort nicht mit Blitz, was sich dann entsprechend auf die Bildqualität auswirkt.

    Anschließend gibt es Abendessen und eine kurze Besprechung des Programms für den nächsten Tag. Ich kopiere noch die Bilder, lade meine Akkus auf, und bin dann recht bald im Bett. Ein schöner Tag 😊🦇

  • Orang-Utans und Sonnenbären🌞

    Wir besuchen das Orang-Utan-Rehabilitationszentrum. Dort gibt es eine zentrale Fütterungsplattform, umgeben von Zuschauertribünen hinter von außen verspiegelten Glasscheiben, damit wir nicht direkt gesehen werden. Darüber finanziert sich das Zentrum und ermöglicht uns so einen Einblick in das Verhalten dieser beeindruckenden Tiere. Um ihnen den Zugang aus den umliegenden Wäldern zu ermöglichen, sind Seile von den Bäumen zur Plattform gespannt, an denen sie angeklettert kommen, pünktlich zur Fütterungszeit. Dabei achtet die fütternde Person darauf, keinen Augenkontakt herzustellen, trotzdem aber den Zustand der ankommenden Orang-Utans abzuschätzen. Sie sollen schließlich kein Vertrauen zu uns Menschen aufbauen, denn sie werden leider immer noch erbarmungslos gewildert. Ich erfreue mich am Verspielt-sein der Jüngeren und an der Gelassenheit der etwas Älteren.

    Darüber hinaus gibt es noch eine zweite Fütterungsstation, die etwas abgelegener im Wald gelegen ist, hier kommt noch mal ein anderes Publikum (an Orang-Utans) fürs Mahl vorbei.

    Anschließend besuchen wir das Bornean Sun Bear Conservation Centre, das sich um den Erhalt des Sonnenbären kümmert.

    Zum Abendessen gehen wir heute zu einem Restaurant in der Nähe der Unterkunft. Anfangs ist es etwas laut, da dort auch Karaoke stattfindet, das legt sich dann aber. In Erinnerung ist mir hier überwiegend geblieben, dass es irgendwann zwischendrin offenbar Streit zwischen zwei Geckos an der Decke gab, und im nächsten Moment plumpsten mir die beiden in mein halbvolles Glas und waren ratzfatz verschwunden.

  • Der Kinabatangan

    Heute müssen wir wieder packen, denn wir ziehen nach dem Frühstück um zum Sukau Greenview Ressort, das am Kinabatangan Fluss gelegen ist.

    Bei mehreren von uns gibt es regelmäßig Stromausfall, was mich nicht weiter wundert, denn die Klimaanlagen sind alle auf eine Zieltemperatur von 17°C voreingestellt, die natürlich niemals erreicht werden können, erst recht nicht bei Außentemperaturen von bis zu 35°C. die Klimaanlagen kämpfen also jeweils auf Maximum Power. Ich stelle meine auf 24°C Zieltemperatur, die sie auch schnell erreicht und dann fast schon flüsterleise hält. Recht beeindruckend für eine Bungalow-Bauweise, die der prallen Sonne ausgesetzt ist.

    Bei Ankunft suchen wir uns erst mal unsere Schlammstiefel für die anstehenden Dschungelwanderungen aus und machen uns bald danach auf den Weg. Forrest hatte uns schon die letzten Tage darauf vorbereitet, wie anstrengend und ungemütlich das sein würde, da wir bei jedem Schritt erst mal soundso tief im Schlamm einsinken würden, um uns dann für den nächsten Schritt mit einem schmatzenden Geräusch wieder daraus zu befreien. Und das ganze bei entsprechender Schwüle umgeben von Moskitos. Davon war allerdings kaum was zu spüren, denn es hatte tagelang nicht geregnet. Ich war froh drum. Auch mit Moskitos hatte ich praktisch keine Probleme, Deet© sei Dank – das hatte ich schon vor zehn Jahren bei meiner Raise nach Fidschi für mich entdeckt. Der Trick liegt in der richtigen Reihenfolge und Mischung des Auftragens von Sonnenmilch und Moskito-Abwehr.

    Zu dem anschließenden Mittagessen lässt sich nur sagen, dass es leider prophetisch ist: Während das Essen die letzten Tage über recht unerwähnenswert war, ist es leider in der Sukau Greenview regelrecht mies: mit Hühnchen, das mit Knochenbruchstücken serviert wird und Nudeln, die scheinbar schon zum fünften Mal neu gebraten wurden. James und ich kompensieren in unserer Not mit immer mehr Chili, doch dazu später mehr 🌶️

    Zum Nachmittag haben wir unsere erste Flussfahrt über den Kinabatangan. Wir bekommen mehrere Gruppen von Schweinsaffen zu sehen, unter anderem eine, die gerade dabei ist, den Seitenarm zu überqueren, durch den wir gerade fahren. Dabei können wir sehen, wie z.B. schwerere Gruppenmitglieder den leichteren helfen, indem sie mit ihrem Gewicht helfen, den Ast runterzudrücken, wodurch der Sprung für den leichteren einfacher wird. Einer aus der Gruppe tut uns dabei sehr leid, er scheint ein Geschwür an den Hoden zu haben, wodurch sein Hodensack ungefähr die Größe eines Basketballs hat, und er ihn beim Klettern jeweils mit den Händen halten muß, um ihn nicht einzuklemmen. Ich möchte nicht wissen, wie schmerzhaft der Sprung auf die andere Seite für ihn gewesen sein muß.

    Zum Ende schlägt das Wetter um und obwohl der Bootsführer ordentlich Gas gibt , schaffen wir es nicht trocken zurück. Wir sind sooo nass als wir zurückkommen, es ist total lustig. Forrest kriegt einen regelrechten Lachflash⛈️😂 Ich selbst mag das ja auch ganz gerne mal bei so einem warmen Wetter einen angenehmen Regen abzubekommen. Es zeigt uns, dass wir trotz allem eben die Natur nicht unter Kontrolle haben, und ich finde, das brauchen wir manchmal…